Endometriose ist eine weibliche Erkrankung, bei der die Gebärmutterschleimhaut pathologisch wächst und im Körper wandern kann. Oft treten dabei starke Regelschmerzen, -blutungen & Erschöpfung auf. Es besteht die Gefahr von Verwachsungen, Zystenbildung & Unfruchtbarkeit.
Die Endometrioseforschung steckt in den Kinderschuhen, weswegen es keine ursächliche Therapie, sondern ausschließlich Schmerzmittel, Hormongaben und Operationen zur Symptomlinderung gibt. Obwohl jede 10. Frau weltweit unter Endometriose leidet, vergehen im Schnitt 10 wert- & leidvolle Jahre bis zur endgültigen Diagnose.
Woher kommt Endometriose?
Ayurveda nennt als Hauptursachen Dosha-Erhöhungen, energetische Blockaden sowie eine gestörte Verdauung, die zu pathologischen Prozessen im Körper führt. Letztendlich liegt ein Teil der Ursache in unserer Genetik (bzw. Konstitution) und ein anderer Teil in unserem Lebensstil , der Ernährungsweise, in erlebten Traumata & Umwelteinflüssen.
Endometriose ist eine komplexe Erkrankung
Ayurveda betrachtet Endometriose als eine systemische Erkrankung , die bei Vata und Pitta-Konstitutionen häufiger auftritt. Der ayurvedische Blick auf die Erkrankung ist jedoch immer individuell, da Endometriose bei jeder Frau je nach Dosha-Balance ganz unterschiedlich verlaufen kann. Eine professionelle Ayurvedadiagnose und auch medizinische Untersuchungen sind Vorbedingung, um Prognosen zum Heilungsverlauf zu stellen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser.
Wie sieht die ayurvedische Therapie aus?
Bei Endometriose wird in erster Linie eine konsequente Ernährungsumstellung und Lebensführung empfohlen. Ja nach Krankheitstadium, individuellen Beschwerden & Ursachen werden zusätzlich Kräuterpräparate, Psychotherapie, manuelle Anwendungen und Yoga eingesetzt. Ist die Krankheit bereits sehr weit fortgeschritten, sind mehrwöchige, jährlich wiederholte Panchakarmakuren notwendig. Hier können in Ruhe neue Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten jenseits vom eigenen Alltag geübt werden.
Was kann ich Konkret tun?
Bei starken Regelschmerzen mit Übelkeit, Erschöpfung und Verdauungsbeschwerden sollte man auch an Endometriose denken und diese Verdachtsdiagnose bei der Frauenärztin mithilfe weiterführender Untersuchungen abklären lassen. Parallel dazu bietet die Ayurvedamedizin eine gute Möglichkeit, bereits in einem frühen Stadium präventiv tätig zu werden. Gezielte individuelle dosha- und stoffwechselangepasste Ernährung, gezielte Yogaübungen & Tagesroutinen können Schmerzen lindern und den Zyklus stabilisieren. Ein wichtiger zusätzlicher Tipp: Benutze keine Tampons und gönne Dir Ruhe & warme Nahrung während der Menstruation.
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